Können Schlaf- und Beruhigungsmittel die Fahrtauglichkeit beeinflussen?
Richtige Antwort zeigen
Richtige Antwort
JA
Erklärung
Auf dem Foto sind Tabletten und Kapseln zu sehen - Schlaf- und Beruhigungsmittel. Ihre Einnahme kann sich negativ auf die Fahrtüchtigkeit auswirken. Die Antwort lautet: ja.
Das Straßenverkehrsgesetz (Prawo o ruchu drogowym) verbietet einer Person im Zustand nach dem Konsum eines alkoholähnlich wirkenden Mittels das Führen eines Fahrzeugs und verpflichtet außerdem jeden Verkehrsteilnehmer, jedes Verhalten zu vermeiden, das die Verkehrssicherheit gefährden könnte. Schlaf- und Beruhigungsmittel, zum Beispiel Benzodiazepine, wirken auf das zentrale Nervensystem: Diese Mittel verlängern die Reaktionszeit, schwächen Konzentration und Koordination, machen schläfrig, und manche wirken noch viele Stunden nach der Einnahme - morgens nach einer Schlaftablette ist ein Fahrer manchmal genauso fahruntüchtig wie nach Alkohol. Benzodiazepine stehen auf der amtlichen Liste der alkoholähnlich wirkenden Mittel, daher ist das Fahren im Zustand nach ihrem Konsum eine Ordnungswidrigkeit und unter ihrem Einfluss eine Straftat, auch wenn ein Arzt das Medikament verschrieben hat. Einen Warnhinweis zur Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit finden Sie im Beipackzettel und manchmal auch als Symbol auf der Verpackung. Wenn Sie solche Medikamente nehmen müssen, fragen Sie den Arzt oder Apotheker, ob und wann Sie fahren dürfen.
Rechtsgrundlage: Art. 45 Abs. 1 Nr. 1 und Art. 3 Abs. 1 des Gesetzes über den Straßenverkehr (Prawo o ruchu drogowym)